Die moderne Kunst in Deutschland ist mitunter von subversiven Einflüssen geprägt. Im Land der Dichter und Denker hat sich eine Kunstszene etabliert, die international hoch geschätzt und beachtet wird. Wir stellen einige der Kunstgalerien der Szene vor.

Heliumcowboy Kunstraum

Der Heliumcowboy Artspace könnte für sich in Anspruch nehmen, das subversivste Kunstinstitut zu sein, das heute in Hamburg operiert. Gründer Jörg Heikhaus scheut sich nicht vor seiner Vision, die zukünftige Ästhetik der Kunst selbst neu zu definieren, denn er versucht, aus seinem kleinen Raum in St. Pauli globale Schockwellen zu senden. Neben dem Verzicht auf konventionelle Ausstellungstaktiken versucht die Galerie, das Potenzial einer winzigen Gruppe blühender Kreativer zu kultivieren und unterstützt diese Personen bei Projekten innerhalb und außerhalb der Stadt. Der Eintritt ist nur nach Vereinbarung möglich. Die mutige Zukunftsvision, die den Besucher im Inneren erwartet, ist den Anruf mehr als wert.

Produzentengalerie Hamburg

Die Produzentengalerie liegt tief im labyrinthischen Industriekanalviertel Hamburgs. Hinter der rostroten Backsteinfassade verbirgt sich eine Arena für die illustrative Darstellung eines bestimmten Themas. Der Besucher wird gefragt, was der Begriff wirklich umfassen könnte: Ist es eine Abweichung von der realistischen, figurativen Kunst, eine ästhetische Flucht in die Sphären von Farbe und Form? Oder handelt es sich um eine gewisse utopische Qualität der Thematik? Das Mosaik der Antworten des Trios Achim Bertenburg, Heinrich Modersohn und Norbert Prangenberg ist charakteristisch für die Variation eines Themas der Produzentengalerie, die Druckgrafik, Zeichnung, Fotografie, Malerei und Skulptur zu einem gemeinsamen Zweck zusammenführt.

Galerie Hinaneh von Kories

Seit 2005 ist die Galerie Hinaneh von Kories ein etablierter Ort für innovative Fotografie in Hamburg. Für die Gründerin Hinaneh von Kories ist es von größter Bedeutung, dass ihre Galerie nicht nur die vielversprechendsten Einzelfotografen repräsentiert, sondern auch die größeren Verschiebungen und Trends der zeitgenössischen Fotokunstszene. So werden regelmäßig Review-Shows zusammengestellt, um die meist getrennten Talente in den Kontext unserer Zeit zu stellen. Von Corinna Holthusens großformatigen Porträts menschlicher Gesichter, die von der Künstlerin selbst als reizend’ deklariert wurden, bis hin zu Stephan Vanfleterens unerwartet fesselnder Sammlung von Ladenfassaden und Vitrinen eröffnen die Fotografien dieser Galerie neue Perspektiven auf die oft ignorierten Besonderheiten des Alltags.